Freitag, 4. Juli 2008

10th FAI EUROPEAN PARAGLIDING CHAMPIONSHIP in Serbien

Samstag, 05. Juli 2008

Auffahrt auf den Berg trotz einer sehr, sehr niedrigen Basis von unter 1500 Höhenmeter. Sehr optimistisch waren wir nicht. Oben angekommen, wurden zwar insgesamt 5 Briefings abgehalten, aber ein Durchgang wurde nicht geflogen … Begründung: die Gewittergefahr sei zu hoch. Bis dahin hatte sich die Wettersituation immer weiter verschlechtert und keiner glaubte mehr, dass es besser werden würde. Klar war aber, dass die meisten Piloten zumindest bis „Niska Banja“ (10 km entfernt) fliegen würden.



Heute war es nicht allzu schwierig Höhe zu machen, nur der Gegenwind machte mir etwas zu schaffen. Als wir uns auf den Weg machten und Richtung Quartier glitten, riskierte ich einen Blick zurück und staunte: die Wolken waren fast zur Gänze verschwunden und die Sonne lachte … von einem Gewitter war weit und breit nichts mehr zu sehen. Schade: wieder ein Tag verschwendet, wobei man sagen muss, dass es scheinbar zu stabil geworden wäre und somit wieder ein Kampf wie beim letzten Durchgang.


Freitag, 04. Juli 2008

Bereits am Morgen erreichte uns die Nachricht, dass der Durchgang gecancelled wird … eine Kaltfront soll durchziehen. Sie kam auch und brachte viel Regen mit Gewitter. Wir legten daher einen entspannten Ruhetag ein, den wir mit Einkaufen, Kartenspielen und Essen verbrachten.

Heli beim diskutieren in Nis

Nachtrag zum ersten Durchgang … das Rückholen der Piloten war eine Katastrophe. 4 Stunden warten auf den Rückholer war Standard. So kamen die meisten erst um ca. 21 Uhr zurück, der Letzte kam sogar erst um 4 Uhr in der Früh in „Niska Banja“ (Headquarter) an. Das Desaster der Organisation gipfelte als ein Pilot am „Berggipfel“ (ca. 1000 Höhenmeter) einlanden musste und die Veranstalter sich weigerten ein Helferteam zu ihm zu schicken. Mit der Begründung, dass dies - aufgrund der eingebrochenen Nacht - zu gefährlich sei! … UNFASSBAR!!!


Donnerstag, 03. Juli 2008



Schon beim Teamleaderbriefing beanstandeten fast alle Piloten die Problematik des S-Startplatzes … sobald die Thermik dort einsetzt hätten wir Rückenwind. Wir hofften daher, dass schon von Anfang an auf dem kleineren gestartet wird. Leider war dem jedoch nicht so. Schon beim Briefing am S-Startplatz hatten wir Rückenwind und dem Veranstalter blieb nichts anderes übrig, als zum NW-Startplatz zu wechseln. Dort entstand aufgrund der großen Anzahl an Piloten ein Chaos und die Startreihenfolge wurde undurchschaubar. Trotzdem schaffte ich es recht früh zu starten. Ich war ob meiner Erfahrung der letzten Tage nicht sehr optimistisch, dass es mir gelingen würde Höhe zu machen. Zwar gelang es mir 300 m zu gewinnen, doch sollte ich diese auch gleich wieder verlieren als ich versuchte aus dem Lee, in welches ich geblasen wurde, wieder heraus zu kommen. Fazit: Landung am Landeplatz am Fuße des Startplatzes. Lt. Wettkampfregel war ein Re-Start erlaubt und ich fuhr gleich wieder nach oben. Dort hieß es mal warten, da noch nicht einmal alle Piloten ihren ersten Start hinter sich gebracht hatten. Auch der Wind begann wieder zu drehen und wir mussten die etwas gefährlichere Richtung – Nord - wählen. Mit Glück kam ich gut weg, doch das war das kleinste Problem. Die Thermik war wieder sehr schwach und ich sah mich abermals am Landeplatz. Ich fasste daher einen Entschluss und riskierte alles. Ich flog mitten ins Tal über ein Dorf und betete dort Thermik zu finden. Ich wurde belohnt und konnte endlich Höhe machen. Nach 45 Minuten geduldigem Drehen bin ich auf 1700 angekommen und verlor abermals den Bart. Suchen führte zu einem Höhenverlust von 100 Höhenmeter. Ich wollte nicht länger warten, nachdem immer mehr Zieren aufzogen und die Thermik schwächer wurde. Ich entschied mich für die Nordseite um vielleicht dort noch mal Höhe machen zu können. Leider ging diese Taktik nicht auf und ich landete im nächsten Dorf. Fazit: Flug … ca. 1 Stunde. Autofahren ... ca. 4 Stunden. Das Verhältnis passte also überhaupt nicht.

Resultate: Nur zwei erreichten das Ziel und eine Handvoll machte nur die letzte Boje nicht. Die meisten mussten jedoch auf der Nordseite oder direkt nach dem Start landen. Die holländische Pilotin schaffte einen Rekord von insgesamt 4 Starts.

Links:
Homepage des Veranstalters
Berichte auf der Österreichischen Liga HP
FOTOS vom Tom (Teamchef)


Mittwoch, 02. Juli 2008

Der Tag sah vielversprechend aus: der Wind war nicht zu stark, die Wolken standen schon und die Thermik war gut. Trotzdem wurde kein Task geflogen … Warum? Die EM steht schon seit unserer Ankunft unter keinem guten Stern. Die Veranstalter sind teilweise unfähig und der Startplatz eine Zumutung. Letzteres war auch der Grund für das Canceln des Tasks. Diesmal klappte ja die Auffahrt zum Startplatz (Windrichtung S) recht gut. Das Briefing begann schon um 11:00 und wir waren alle startbereit als das Startfenster aufging. Jedoch drehte der Wind nach ca. 10 Min und kam von da an nur mehr von hinten. Einige Piloten waren schon draußen doch der Großteil blieb gegroundet … Xavie: „The Task is cancelled“



Danach ging der Großteil der Piloten zum kleineren Startplatz (Windrichtung: W und N). Einige entschieden sich trotzdem den Task zu fliegen und ich wollte mir zumindest die Gegend mal genauer ansehen. Das größte Problem bestad jedoch nicht im Streckenfliegen, sondern bereits im Höhe machen vor dem Startplatz. Ich startete zweimal und beide Male machte ich fast einen Direktflug Richtung Landeplatz (ca. 200 m tiefer). Dabei war ich nicht die einzige und in einem Punkt waren sich von da an alle einig: das Fliegen in den nächsten Tagen wird auf jeden Fall eine Herausforderung!

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Hallo Marion!

Danke für die Berichte. Leider finden sich nirgendwo Ergebnislisten, schreibt doch mal wie es so steht.

Vielen Dank und noch viel Spaß.

Stefan B.